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Nationales Visum

Artikel

Die Visastelle der Botschaft arbeitet bis auf weiteres in sehr eingeschränktem Umfang.

Aufgrund des seit 18.03.2020 geltenden Einreisestopps zur Eindämmung von COVID-19 können Anträge auf nationale Visa zur Arbeitsplatzsuche derzeit noch nicht wieder angenommen und bearbeitet werden. Anträge auf nationale Visa zum Sprachkurs können nur angenommen und bearbeitet werden, wenn der geplante Sprachkurs mindestens 6 Monate geht und der Anbieter des Kurses bestätigt, dass die Anwesenheit trotz der derzeitigen Pandemiesituation (Präsenz und nicht nur online) erforderlich ist.

Das nationale Visum ist  ein Einreisevisum für einen langfristigen Aufenthalt zu einem bestimmten Reisezweck. Es wird in der Regel für 90 Tage, in bestimmten Fällen für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr erteilt.

Nach Einreise ist in der Regel ein inländischer Aufenthaltstitel zu beantragen.

Hinweis für Familienangehörige von in Deutschland lebenden subsidiär Schutzberechtigten

Bereiten Sie Ihren Antrag in den folgenden Schritten vor:

Ausfüllen des Antragsformulars

Füllen Sie das Visum-Antragsformular aus, drucken Sie es in zweifacher Ausfertigung aus und unterschreiben Sie den Antrag und die Belehrung an den dafür vorgesehenen Stellen. Das Antragsformular können Sie hier elektronisch auf Deutsch oder Englisch ausfüllen. Hier finden Sie eine Ausfüllanleitung für das Videx-Antragsformular. Hier noch einmal in PDF (barrierefrei)

Antragsformular deutsch-russisch

Antragsformular deutsch-englisch

Antragsbegründende Unterlagen

Stellen Sie  die begleitenden Antragsunterlagen zusammen. Achten Sie auf Vollständigkeit. Unvollständige Unterlagen können zur Ablehnung Ihres Antrags führen. Bitte reichen Sie die nötigen Unterlagen erst zusammen mit Ihrem Antrag ein. Übersenden Sie der Botschaft keine Unterlagen, bevor Sie nicht den Antrag gestellt haben.

Die Botschaft behält sich die Nachforderung weiterer Unterlagen vor. Bitte beachten Sie, dass Ihr Visumantrag nicht bearbeitet werden kann, solange Ihre Antragsunterlagen unvollständig sind.

Flugbuchungen sind zur Visumbeantragung nicht erforderlich – bitte buchen Sie Ihren Flug erst nach Erhalt des Visums.

Für die Antragstellung benötigen Sie folgende Unterlagen:

Hinweis: Bitte sortieren Sie alle Antragsunterlagen in der angegebenen Reihenfolge in 2 vollständigen und nicht gehefteten Sätzen im DIN A4 Format. Die zwei Sätze sollten jeweils eine Kopie der Originalunterlagen in der vorgeschriebenen Reihenfolge enthalten. Der dritte Satz sollte alle Originale in der angegebenen Reihenfolge enthalten. Sie erhalten die Originale unmittelbar nach Prüfung durch die Visastelle zurück.

Fremdsprachige Unterlagen sind mit beglaubigter Übersetzung in die deutsche Sprache vorzulegen. Zeugnisse und Diplome müssen im Original eingereicht werden.

  • 2 vollständig in deutscher Sprache ausgefüllte und unterschriebene Antragsformulare auf Erteilung eines nationalen Visums
  • 2 eigenhändig unterschriebene Belehrungen nach §54 Abs.2 Nr.8 i.V.m.§53 AufenthG.
  • 3 aktuelle (nicht älter als 6 Monate) biometrische Passfotos (3,5x4,5cm). Bitte kleben Sie zwei Fotos auf die Antragsformulare und bringen Sie das dritte Foto zusätzlich mit.
  • Ihren gültigen Reisepass, der noch mindestens ein Jahr gültig ist, mit 2 Kopien der Personaldatenseite.

Hier finden Sie eine Übersicht der zusätzlich notwendigen Unterlagen entsprechend Ihres Reisezwecks:

Bildung

 Studium

 Sprachkurs

Erwerbstätigkeit

Arbeitsplatzsuche

Selbstständige Erwerbstätigkeit

Arbeitsaufnahme als Fachkraft (auch Blaue Karte EU)

Au-Pair

Freiwilligenaufenthalt (FSJ)

Ausbildung

Praktikum

Familiennachzug

Ehegattennachzug

Eheschließung

Kindernachzug

Härtefall

Wiedereinreise

Terminbuchung

Buchen Sie einen Termin, um Ihren Antrag einzureichen.

Für die Antragsannahme von Studentenvisa mit Zulassungsbescheid einer deutschen Hoch-/Fachschule oder eines Studienkollegs arbeitet die Botschaft Taschkent mit dem Dienstleister Visametric zusammen. Visametric unterstützt Sie dabei, Ihren Antrag zu stellen und übersendet Ihre Unterlagen an die Botschaft. Dort wird Ihr Antrag geprüft und entschieden. Visametric hat keinen Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens und fällt keine Entscheidung über Ihren Antrag.

Visametric ermöglicht in der Regel eine schnellere Terminvergabe und geringe Wartezeiten und wird zu einer Servicegebühr von 29,54 Euro (zahlbar in UZS) angeboten.

Die Buchung eines Termins bei Visametric ist gebührenfrei. Das Terminsystem ist für alle Kunden frei zugänglich. Insbesondere haben Reisebüros und sonstige Vermittleragenturen keinen besonderen Zugang zum Terminsystem. Die Botschaft arbeitet mit keinem anderen Dienstleister als Visametric zusammen.

Hier geht es direkt zum Dienstleister.

In allen anderen Antragskategorien können Sie ausschließlich Ihre Termine für die Beantragung eines nationalen Visums über die Webseite der Botschaft buchen.

Achtung: Unseriöse Visa-Agenturen!

Im Bereich nationaler Visa arbeitet die Botschaft nicht mit Dienstleistern, Vermittlern oder sonstigen Agenturen zusammen. Insbesondere haben diese externen Anbieter keinen besonderen Zugang zum Terminsystem der Botschaft und können das Prüfverfahren in keiner Weise beeinflussen. Für die Bearbeitung Ihres Antrags ist ausschließlich die von der Botschaft bei Ihrer Vorsprache erhobene Visumgebühr fällig. Die Terminbuchung und die Ausgabe der Anträge und Merkblätter sind gebührenfrei.

Bearbeitungsdauer

Die Botschaft prüft und entscheidet über Ihren Antrag. Hierbei wird geprüft, ob Ihr Antrag den   rechtlichen Voraussetzungen genügt. Die Botschaft beteiligt auch, sofern erforderlich, innerdeutsche Behörden. Die Prüfung kann, abhängig vom Reisezweck, bis zu drei Monate in Anspruch nehmen - in Ausnahmefällen auch länger.

Sobald über den Antrag entschieden wurde, werden Sie von der Botschaft kontaktiert. Die Botschaft kontaktiert Sie auch, wenn weitere Unterlagen erforderlich sind oder sich während der Bearbeitung Fragen zu Ihrem Antrag ergeben. In Einzelfällen kann er erforderlich sein, erneut bei der Botschaft vorzusprechen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass während der Bearbeitung Sachstandsanfragen Ihrerseits grundsätzlich nicht beantwortet werden können.

Gebühr

Die Gebühren für ein nationales Visum betragen:

Für volljährige Antragsteller: 75 €

Für minderjährige Antragsteller: 37,50 €

Alle Gebühren sind bei der persönlichen Vorsprache bar in Usbekischen Sum zum aktuellen Wechselkurs zu zahlen. Geldscheine müssen von 2001 und jünger sein und in einem guten Zustand.

Die Visumsgebühr wird im Falle einer Ablehnung nicht zurückerstattet.

Im Falle des Familiennachzuges zu einem deutschen Ehegatten oder einem deutschen minderjährigen Kind sowie beim Nachzug eines minderjährigen ledigen Kindes zu einem deutschen Elternteil werden für das Visum keine Gebühren erhoben. Das Verwandtschaftsverhältnis und die Staatsangehörigkeit müssen nachgewiesen sein.

Visumerteilung und Ausgabe der Pässe

Wenn die Voraussetzungen für die Erteilung des Visums vorliegen, kontaktiert die Botschaft Sie per Telefon. Für die Erteilung des Einreisevisums müssen Sie Ihren Reisepass im Original und eine Reisekrankenversicherung (gültig für die ersten 90 Tage Ihres Aufenthalts und mit einer Mindestdeckungssumme von 30 000 Euro, einschließlich Abdeckung einer COVID-19 Erkrankung mit 30 000 Euro) im Original und in Kopie einreichen. Wenn für Sie Versicherungspflicht in der  gesetzlichen Krankenversicherung besteht, gilt diese erst mit Wohnsitznahme in Deutschland. Zur Einreise ist eine private Krankenversicherung abzuschließen, bis die Aufnahme in die gesetzliche Krankenversicherung möglich ist.

Falls Sie den Pass mehr als drei Monate nach Informierung durch die Auslandsvertretung einreichen, wird in der Regel eine erneute Überprüfung Ihres Antrags erforderlich sein. In seinem solchen Fall kann sich die Visumerteilung verzögern.

Grundsätzlich holen Sie Ihren Pass selbst unter Vorlage der Quittung, die Sie bei Antragstellung erhalten haben, ab. Wenn dies nicht möglich ist, können Sie einen Vertreter mit der Abholung beauftragen. Ihr Vertreter muss dazu mit der Quittung und einer von Ihnen eigenhändig unterschrieben Vollmacht vorsprechen. Die Vollmacht muss nicht notariell beglaubigt sein. Ein Muster für eine Vollmacht finden Sie hier.

Die Deutsche Botschaft Taschkent wünscht Ihnen eine gute Reise und einen angenehmen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland.

Ablehnung Ihres Visumantrags - Remonstration

Im Falle der Ablehnung eines Visumantrags werden dem Antragsteller die für die Ablehnung maßgeblichen Gründe mitgeteilt. Die Ablehnungsbescheide der Visastelle enthalten Hinweise zum jeweiligen Ablehnungsgrund.

Die Konsultation eines Reisebüros oder sonstigen kommerziellen Dienstleisters ist für eine Remonstration nicht erforderlich!

Wenn Sie die Ablehnungsgründe durch Nachreichung weiterer Unterlagen und Erklärungen ausräumen möchten, können Sie gegen die Ablehnung remonstrieren und um erneute Prüfung Ihres Antrages bitten.

Bitte beachten Sie, dass die Bearbeitung der Remonstration bis zu 3 Monate dauern kann, in bestimmten Situationen auch länger. Eine sinnvolle Alternative kann deswegen sein, statt einer Remonstration einen neuen Visumantrag zu stellen.

Die Remonstrationsfrist für Schengenvisa beträgt 1 Monat ab Erhalt des Ablehnungsbescheides. Die Remonstration und im Rahmen der Remonstration nachgeforderte Unterlagen muss schriftlich in deutscher Sprache an die Botschaft per Post übersandt oder dort abgegeben werden. Remonstrationen, die nicht eigenhändig unterschrieben und/oder ohne Vollmacht des Antragstellers eingehen, können nicht bearbeitet werden. Eine Remonstration per E-Mail mit einem eingescannten Schreiben, welches den folgenden Kriterien entspricht, ist ebenfalls möglich.

Die Remonstration sollte enthalten:

  • Daten der Antragstellerin oder des Antragstellers: Name, Vorname, Geburtsdatum, Passnummer, vollständige Postadresse
  • Ablehnungsdatum und Aktenzeichen der Botschaft
  • Begründung, warum die Ablehnung nicht gerechtfertigt scheint, sowie Darlegung, zu welchem Zweck die Reise nach Deutschland erfolgen soll und aus welchen Gründen der Aufenthalt für den Antragsteller wichtig ist
  • gegebenenfalls weitere Dokumente, die die Argumentation stützen und die bei Antragstellung noch nicht vorgelegen haben
  • eigenhändige Unterschrift
  • falls die Remonstration in Vertretung erfolgt: Vollmacht für die vertretende Person

Sobald eine Remonstration frist- und formgerecht in der Botschaft eingegangen ist, wird der Visumantrag erneut umfassend überprüft. Im Remonstrationsverfahren nachgereichte Unterlagen und die im Remonstrationsschreiben enthaltenen Ausführungen werden hierbei berücksichtigt. Wenn die Erteilung des gewünschten Visums möglich ist, wird der Antragsteller zwecks Visumerteilung in die Botschaft eingeladen. Andernfalls erhält er ein Schreiben (Remonstrationsbescheid), in dem die Gründe für die Ablehnung dargestellt werden.

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