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Deutschland und Usbekistan: bilaterale Beziehungen

25.10.2022 - Artikel

Politik 

Deutschland und Usbekistan pflegen seit 1992 diplomatische Beziehungen. Deutschland unterhält eine Botschaft in Taschkent. Es existieren regelmäßige Konsultationsformate zur politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Usbekistan. Die Kooperation wurde nach wechselseitigen Besuchen der Staatsoberhäupter im Jahr 2019 ausgeweitet. So wurde eine Innovationspartnerschaft begründet; Deutschland unterstützt die politischen Bemühungen zur Liberalisierung der Wirtschaft durch Beratungsleistungen.

Wirtschaft

Deutschland ist ein zunehmend wichtiger Handelspartner des Landes. Das bilaterale Handelsvolumen entwickelte sich zuletzt dynamisch und betrug im Jahr 2021 ca. 628 Mio. Euro (81. Platz unter Deutschlands Außenhandelpartnern; lt. Statistischem Bundesamt). Namhafte deutsche Investoren sind u.a. MAN, Knauf, Gühring und Claas.

Entwicklungszusammenarbeit

Die deutsch-usbekische Entwicklungszusammenarbeit wurde 2019 und 2020 substanziell ausgeweitet. Nach der Neuausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit („BMZ-Strategie 2030“) ist Usbekistan künftig das einzige Empfängerland staatlicher bilateraler Entwicklungszusammenarbeit in Zentralasien. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind: 

  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung
  • Gesundheit, Soziale Sicherung und Bevölkerungspolitik
  • Frieden und gesellschaftlicher Zusammenhalt sowie
  • Klima und Energie und 'Just Transition' (zu einem klimaverträglichen Wirtschaftssystem). 

Zudem ist Usbekistan in Regionalvorhaben eingebunden, die regionale Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet, in der Berufsbildung, im Mikrofinanzsektor und im Umweltbereich stärken und damit auch Krisen gezielt vorbeugen. Usbekistan nimmt auch an länderübergreifenden Regionalvorhaben teil, etwa zur Förderung der Rechtsstaatlichkeit in Zentralasien.

Darüber hinaus fördert Deutschland das Vorhaben „Prävention gegen gewalttätigen Extremismus in Zentralasien“, das u.a. Usbekistan umfasst. Dabei werden usbekische Behörden und zivilgesellschaftliche Organisationen bei ihren Reformbemühungen zur Prävention von gewalttätigem Extremismus unterstützt.

Mit der hochrangigen Berliner Konferenz (28.01.2020) “Green Central Asia Enhancing environment, climate and water resilience” hat Deutschland eine neue Initiative lanciert, die auf Folgen des Klimawandels für die regionale Sicherheit in Zentralasien fokussiert ist. Das Ziel sind stärkere regionale Zusammenarbeit (inklusive der fünf zentralasiatischen Länder und Afghanistans), verbesserter Informationsaustausch und die Vernetzung mit Wissenschaft und Zivilgesellschaft.


Weitere Informationen

Chor-Minor-Madrasa in Buxoro
Chor-Minor-Madrasa in Buxoro© picture alliance/prisma

Deutsche Botschaft Taschkent 

Usbekistan ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die beiden Schwerpunkte Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Gesundheit. Zudem ist Usbekistan in Regionalvorhaben eingebunden, die regionale Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet, in der Berufsbildung, im Mikrofinanzsektor und im Umweltbereich stärken und damit auch Krisen gezielt vorbeugen.
Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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