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Informationen zur Visabeantragung, Einreise nach Deutschland und Quarantänebestimmungen

17.08.2020 - Artikel

Hier finden Sie Informationen zur Visabeantragung, Einreisen nach Deutschland und Quarantänebestimmungen.

1. Visumbearbeitung

Visa können derzeit nur in den nachstehend genannten Ausnahmefällen erteilt werden:

  • Visa können derzeit nur in den nachstehend genannten Ausnahmefällen erteilt werden:

  • Gesundheitspersonal, Gesundheitsforscher und Altenpflegepersonal
  • Personal im Gütertransport sowie sonstiges Transportpersonal
  • Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft
  • Seeleute zum Zweck der Durchreise zum Erreichen des Abfahrtshafens eines Schiffes oder eines Flughafens, um in einen Drittstaat zurückzukehren
  • Vorübergehende Besuchsreisen in folgenden Fällen:
    - Besuchsreisen von drittstaatsangehörigen Familienangehörigen der sog. „Kernfamilie“ (d.h. Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, minderjährige Kinder und Eltern minderjähriger Kinder) von Deutschen, EU-Bürgern, Staatsangehörigen Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder des Vereinigten Königreichs oder von Drittstaatsangehörigen mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland, gemeinsam mit der „Kernfamilie“ oder allein. In Fällen, in denen der Ehegatte bzw. eingetragene Lebenspartner Deutscher, EU-Bürger oder Staatsangehöriger Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder des Vereinigten Königreichs ist, sind Besuchsreisen unabhängig davon möglich, ob dieser seinen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland oder im Ausland hat.
    - nur aus zwingenden familiären Gründen (Geburten, Hochzeiten, Todesfälle/Beerdigungen oder andere besondere Ausnahmefälle, in denen ein zwingender familiärer Grund vorliegt):
    Besuchsreisen von Verwandten 1. und 2. Grades, die nicht zur „Kernfamilie“ gehören (d.h. volljährige Kinder, Eltern volljähriger Kinder, Geschwister und Großeltern), von Deutschen, EU-Bürgern, Staatsangehörigen Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder Großbritanniens oder von Drittstaatsangehörigen mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland
    - Besuchsreisen des drittstaatsangehörigen Partners zu seinem nicht verheirateten/nicht verpartnerten Partner in Deutschland. Der einladende Partner muss Deutscher, sonstiger EU-Staatsangehöriger, Staatsangehöriger Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder Großbritanniens oder Drittstaatsangehöriger mit langfristigem Aufenthaltsrecht in Deutschland sein.
    a. Voraussetzung ist, dass die Beziehung/Partnerschaft langfristig, d.h. auf Dauer angelegt ist und beide Partner sich zuvor mindestens ein Mal persönlich getroffen haben (wobei das Treffen nicht in Deutschland stattgefunden haben muss)
    b. Zum Nachweis sind geeignete Unterlagen mitzuführen:
    Schriftliche Einladung der in Deutschland wohnhaften Person (nebst Kopie der Ausweispapiere), eine Erklärung beider Partner zur Beziehung ( für Besuch ) sowie Nachweise über vorherige persönliche Treffen (insbesondere anhand von Passstempeln bzw. Reiseunterlagen/Flugtickets oder Nachweise über einen gemeinsamen Wohnsitz im Ausland (beispielsweise Meldebescheinigungen)). Ergänzend ist eine Dokumentation durch Fotos, Soziale Medien, Brief- oder E-Mailkorrespondenz möglich.
    -Bei zwingenden Gründen:
    Gemeinsame Besuchsreisen gemeinsam reisender unverheirateter Paare aus dem Ausland (z.B. Hochzeit, Krankheit oder Beisetzung naher Angehöriger). Einer der Partner muss Deutscher, sonstiger EU-Staatsangehöriger oder Staatsangehöriger Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder Vereinigten Könichsreichs sein.
  • a. Voraussetzung ist, dass die Beziehung/Partnerschaft langfristig, d.h. auf Dauer angelegt ist und ein gemeinsamer Wohnsitz im Ausland besteht.
  • b. Zum Nachweis sind geeignete Unterlagen mitzuführen:
    Schriftliche Darlegung des zwingenden Grundes der gemeinsamen Einreise, eine Erklärung beider Partner zur Beziehung (Zur gemeinsamen Einreise) sowie Nachweise über die bestehende Beziehung, insbesondere Nachweise über einen bestehenden gemeinsamen Wohnsitz im Ausland (beispielsweise Meldebescheinigungen); Ergänzend ist eine Dokumentation durch Fotos, Soziale Medien, Brief- oder E-Mailkorrespondenz möglich.
  • Diplomaten, Personal internationaler Organisationen, militärisches Personal und humanitäre Helfer in Ausübung ihrer Tätigkeit
  • Passagiere im Transitverkehr, d.h. Durchreiseverkehr Drittstaatsangehörige sollten grundsätzlich unmittelbar in den Zielstaat einreisen.
  • Durchreise in einen anderen EU-Mitgliedstaat, Schengen-Staat oder in das Vereinigte Königreich als Zielstaat

    Die Einreise Drittstaatsangehöriger nach Deutschland (als Durchreisestaat) zur Durchreise in einen anderen EU-Mitgliedstaat, Schengen-Staat oder in das Vereinigte Königreich (Zielstaat) ist jedoch zulässig, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

    a. Der Aufenthalt in Deutschland (als Durchreisestaat) ist auf die zur unmittelbaren Durchreise in den Zielstaat (oder ggf. einen weiteren Durchreisestaat) erforderliche Dauer begrenzt;

    b. Die Einreise in den Zielstaat (oder ggf. einen weiteren Durchreisestaat) ist dem Drittstaatsangehörigen gestattet (nach Annex I oder II der Ratsempfehlung vom 30. Juni 2020 oder einer vom Zielstaat ausgestellten individuellen Bestätigung der Gewährung der Einreise.

    Unter diesen Voraussetzungen ist auch die Einreise auf dem Luftweg und die Weiterreise in den Zielstaat auf dem Landweg gestattet.

    Die vorstehenden Voraussetzungen sind durch den Drittstaatsangehörigen bei Einreise glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaftmachung von a. können insbesondere Fahrkarten, Flugtickets etc. vorgelegt werden. Zur Glaubhaftmachung von b. kann ein aktueller Ausdruck der nationalen Regelung des Zielstaates zur Umsetzung von Annex I der Ratsempfehlung vorgelegt werden, aus der hervorgeht, dass von in bestimmten Staaten Gebietsansässigen im Zielstaat keine Nachweise zum Reisegrund gefordert werden. Andernfalls ist die zwingende Notwendigkeit der Einreise gemäß Annex II der Ratsempfehlung glaubhaft zu machen, dabei prüfen die deutschen Grenzbeamtinnen und -beamten ausschließlich die für Deutschland geltenden Einreisebestimmungen. Alternativ kann eine von den zuständigen Behörden des Zielstaats bescheinigte Befreiung von den Reisebeschränkungen oder eine Vorabzustimmung zur Einreise vorgelegt werden.

    Durchreise in einen Drittstaat als Zielstaat


    Die Einreise Drittstaatsangehöriger nach Deutschland (als Durchreisestaat) zur Durchreise in einen Drittstaat ist zulässig, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
    a. Der Aufenthalt in Deutschland (als Durchreisestaat) ist auf die zur unmittelbaren Durchreise in den Zielstaat (oder ggf. einen weiteren Durchreisestaat) erforderliche Dauer begrenzt.
    b. Die Einreise in den Zielstaat (oder ggf. einen weiteren Durchreisestaat) ist dem Drittstaatsangehörigen gestattet.
    Die vorstehenden Voraussetzungen a. und b. sind durch den Drittstaatsangehörigen bei der Einreise glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaftmachung von a. können insbesondere Fahrkarten, Flugtickets etc. vorgelegt werden. Zur Glaubhaftmachung von b. kann zum Beispiel eine Einreisegenehmigung für den Zielstaat (z. B. Visum) oder ein Ausweisdokument bzw. eine Aufenthaltsgenehmigung des Zielstaats vorgelegt werden.
  • Personen, die internationalen Schutz oder Schutz aus anderen humanitären Gründen benötigen, inklusive zwingender medizinischer Gründe
  • Anträge auf Familiennachzug Wenn die Einreise für einen Daueraufenthalt aufgrund einer der hier genannten Ausnahmen möglich ist, ist eine zeitgleiche gemeinsame Einreise der Familienangehörigen ebenfalls möglich (z.B. gleichzeitige Miteinreise des Ehegatten und der minderjährigen Kinder der Fachkraft).
  • Anträge von Fachkräften und hoch qualifizierten Arbeitnehmern aus den folgenden Antragskategorien:
    - Fachkräfte mit einem konkreten Arbeitsplatzangebot im Sinne der gesetzlichen Definition (§§ 18 Abs. 3, 18a, 18b AufenthG), das durch die Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis nachgewiesen wird
    - Wissenschaftler/Forscher und Lehrkräfte (§18d AufenthG)
    - Entsendungen (§19c Abs. 1 i.V.m. §10 BeschV) und ICT-Karte (§§ 19, 19b AufenthG)
    - Leitende Angestellte
    - Führungskräfte und Spezialisten (§ 19c Abs. 1 i.V.m. § 3 BeschV)
    - IT-Spezialisten (§19c Abs. 2 AufenthG i.V.m. § 6 BeschV)
    - Beschäftigungen in besonderem öffentlichem Interesse (§ 19c Abs. 3 AufenthG)                                                                                                                                                                                         - Geschäftsreisende, wenn sie die Voraussetzungen des § 16 Nr. 2 BeschV erfüllen.
  • -Messeteilnehmer
  • - Kongressteilnehmer
  • Voraussetzung  für die Einreise als Fachkraft oder hoch qualifizierter Arbeitnehmer ist jeweils Nachweis der Präsenzpflicht in Deutschland (z.B. durch die Vorlage eines Arbeitsvertrags) und Glaubhaftmachung, dass Beschäftigung aus wirtschaftlicher Sicht notwendig ist und Arbeit nicht zeitlich verschoben oder aus dem Ausland verrichtet werden kann (durch die Vorlage einer Bescheinigung des Arbeitgebers/Auftraggebers). Die wirtschaftliche Notwendigkeit bezieht sich auf die Wirtschaftsbeziehungen und/oder die Wirtschaft Deutschlands oder des Binnenmarkts. Entsprechende Belege sind bei der Reise mitzuführen und bei der Grenzkontrolle vorzulegen.
  • Voraussetzung für die Einreise von selbständigen und angestellten Geschäftsreisenden ist, dass hinreichend glaubhaft gemacht wird, dass die Einreise auch unter Berücksichtigung der Pandemiesituation unbedingt erforderlich ist. Zur Glaubhaftmachung ist eine eigenhändig unterzeichnete Erklärung zur unbedingten Erforderlichkeit einer kurzfristigen Geschäftsreise durch den Geschäftspartner oder Arbeitgeber in Deutschland erforderlich. Eine Erklärung durch einen Geschäftspartner oder Arbeitgeber des Entsendestaates (Drittstaat) ist allein nicht ausreichend.
  • Studierende, deren Studium nicht vollständig vom Ausland durchgeführt werden kann. Unter diese Ausnahme fallen grundsätzlich alle Personen, die entweder (i) einen (bedingten oder unbedingten) Zulassungsbescheid von der Bildungseinrichtung haben, auch dann, wenn etwa ein Sprachkurs oder Praktikum vorgeschaltet sind, oder (ii) zu einem studienvorbereitenden Sprachkurs oder studienvorbereitenden Praktikum ohne Zulassungsbescheid einreisen wollen. Nicht aber Studienbewerber, es sei denn, ein Termin zu einer Aufnahmeprüfung steht fest.
  • Auszubildende, die eine qualifizierte Ausbildung absolvieren. Es muss sich damit um eine Ausbildung in einem staatlich anerkannten oder vergleichbar geregelten Beruf handeln, für den eine Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren festgelegt ist (auch ein ausbildungsvorbereitender Sprachkurs ist möglich). Voraussetzung ist die Vorlage einer Bestätigung des Ausbildungsträgers, dass die Anwesenheit trotz der derzeit coronabedingten Situation (Präsenz und nicht nur online) erforderlich ist.
  • Teilnehmer von Qualifizierungsmaßnahmen mit dem Ziel der Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Berufsausbildung. Auch hier bedarf es der Vorlage einer Bestätigung des Bildungsträgers, dass die Anwesenheit trotz der derzeitigen coronabedingten Situation (Präsenz und nicht nur online) erforderlich ist.
  • Schüler, die für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten eine Schule besuchen (ggf. mit vorgeschaltetem Sprachkurs, wenn bereits zu Beginn des Sprachkurses eine Schulanmeldung nachgewiesen wird). Auch hier bedarf es der Vorlage einer Bestätigung des Bildungsträgers, dass die Anwesenheit trotz der derzeitigen coronabedingten Situation (Präsenz und nicht nur online) erforderlich ist.
  • Einreisen zu Weiterbildungen und Praktika sind bei einer Mindestaufenthaltsdauer von grds. sechs Monaten möglich. Bei Weiterbildungen hat der Ausbildungsträger zu bestätigen, dass die Anwesenheit trotz der derzeitigen Pandemiesituation (Präsenz und nicht nur online) erforderlich ist.
  • Au-pairs und Freiwilligendienstleistende, wobei der Mindestaufenthalt sechs Monate betragen muss.
  • Einreisen zu Sprachkursen bei einem geplanten Mindestaufenthalt von sechs Monaten. Der Anbieter des Kurses hat zu bestätigen, dass die Anwesenheit trotz der derzeitigen Pandemiesituation (Präsenz und nicht nur online) erforderlich ist.

2. Vereinfachte Neuerteilung von Visa

Nationale Visa (für langfristige Aufenthalte; D-Visum)

Die bestehenden Einreisebeschränkungen und lokale Ausgangsbeschränkungen können unter Umständen dazu führen, dass eine Nutzung des von der Botschaft bereits vor Inkrafttreten der Einreisebeschränkungen am 17. März 2020 ausgestellten nationalen Visums im Rahmen der Gültigkeitsdauer nicht möglich ist oder war.

Sobald eine Einreise wieder möglich ist, kann daher auf Antrag in einem vereinfachten Verfahren ein neues nationales Visum erteilt werden. Voraussetzung ist, dass sich nur das Reisedatum, nicht aber der Aufenthaltszweck oder -ort geändert haben.

Der formlose Antrag auf vereinfachte Neuerteilung muss zum 31.12.2020 bei der Botschaft gestellt werden. Dafür kann das Kontaktformular genutzt werden. Ggf. sind aktuelle Unterlagen nachzureichen, die belegen, dass die Voraussetzungen, die zur ursprünglichen Visumerteilung geführt haben, auch weiterhin vorliegen. Eine erneute persönliche Vorsprache bzw. Terminbuchung ist dafür grundsätzlich nicht nötig.

Ggf.: Anstelle von Originalunterlagen können auch Scans/Kopien der Unterlagen eingereicht werden.


Schengen-Visa (für kurzfristige Aufenthalte bis 90 Tage; C-Visum)

Es werden nur Anfragen zwecks Neuvisierung von Personen bearbeitet, die unter die o.g. Ausnahmen von COVID-Reisebeschränkungen fallen. Eine vereinfachte Neuvisierung kommt nur für Visa mit einer Gültigkeitsdauer von maximal 90 Tagen in Betracht! Die Neuvisierung von Mehrjahresvisa ist ausgeschlossen!

Eine vereinfachte Neuvisierung kann in folgenden Fällen vorgenommen werden, soweit alle übrigen Voraussetzungen erfüllt sind und Sie unter die o.g. Ausnahmen von den COVID-Reisebeschränkungen fallen:

  • Sie haben ein erteiltes C-Visa, welches Sie aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht zur Einreise nutzen konnten
  • Sie haben Ihren C-Visumantrag aufgrund der Einreisebeschränkungen zurückgenommen
  • Ihr geplanter Aufenthaltszweck in Deutschland hat sich nicht geändert
  • Ihr geplanter Aufenthaltsort in Deutschland ist ebenfalls unverändert

Sofern sie die oben aufgezählten Voraussetzungen erfüllen und unter die o.g. Ausnahmen von COVID-Reisebeschränkungen fallen, richten Sie bitte Ihre Anfrage an  info@taschkent.diplo.de

Bitte fügen Sie Ihrer Anfrage folgende Dokumente bei. Diese Liste ist nicht abschließend. Weitere Unterlagen können von der Visastelle nachgefordert werden:

  • Angabe neuer Reisedaten
  • Vorlage des ungenutzten Visums (soweit bereits ausgestellt) und des alten Reisepasses bzw. Verweis auf den zurückgenommenen Antrag mit Angabe der Bearbeitungsnummer (siehe Quittung/Kassenzettel)
  • Vorlage einer neuer Reisekrankenversicherung
  • Ggf. Vorlage einer neuer Verpflichtungserklärung (falls älter als sechs Monate)
  • Bei Geschäftsvisa: neue Einladung sowie Erklärung zur unbedingten Erforderlichkeit der Geschäftsreise durch den Geschäftspartner in Deutschland
  • Ggf. aktuelle Unterlagen zum Nachweis der Rückkehrbereitschaft (siehe das jeweilige Merkblatt)

Der formlose Antrag auf vereinfachte Neuerteilung/Neuvisierung muss zum 01.05.2021 bei der Botschaft gestellt werden.


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